Notfall und Folgen
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Im Notfall
...hilft meist nur eine Bluttransfusion
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Wie verhalte ich mich im Notfall?
Die einzigste wahre Maßnahme in einem solchen Fall ist der baldige Besuch bei einem Arzt und diesen konkret auf den G-6-PD-Mangel ansprechen. Wenn dieser nichts darüber weiß, sollte man besser gleich ein Krankenhaus kontaktieren.
Da die Hämolyse sich meines Wissens nur mittels einer Bluttransfusion behandeln lässt, wird ein kurzer Krankenhaus-Aufenthalt kaum zu vermeiden sein. Unser Sohn konnte allerdings schon am 4. Tag wieder aus dem Krankenhaus heraus.
Wie wird die Sache bei einem aktuten Zustand behandelt?
Im Krankenhaus war der Verdacht zuerst auf Menengitis - also einer Gehirnhautentzündung, welcher sich nicht bestätigte, da am Rücken Gehirnwasser entnommen wurde (eine schmerzliche, aber die einzigste notwendige Maßnahme in dieser Situation).
Hätten wir vorher gewusst, dass unser Sohn den G6PD-Mangel hat, so wäre zumindest diese schmerzliche Maßnahme erspart geblieben.
Somit stand fest, daß es sich nur noch um eine Hämolyse handeln konnte, die durch eine Bluttransfusion behandelt wurde.
Die Menge der roten Blutkörperchen werden mittels eines Hämaglobin-Wertes gemessen, kurz HB-Wert, wobei ein Erwachsener einen Wert von ca. HB-15 hat, ein Kleinkind ca. HB-12.
Wir haben schon davon erfahren, daß einige Menschen bereits bei einem HB-Wert von ca. 5-6 gestorben sind (meist jedoch niedriger) - unser Sohn hatte eine Wert von HB 2,4 (in Worten: zwei Komma vier!).
Im Labor hatte man trotz jahrzehntelanger Erfahrung bisher nur mal einen Wert von 3 gemessen, nie jedoch einen Wert von 2! Es war also sehr knapp!
Nach Beginn der Bluttransfusion (durch eine Blutkonserve) dauerte es ca. 45-60 min. bis unser Sohn wieder die Augen öffnete und wieder anfing zu reagieren - es ging ihm extrem schnell besser! Bereits am gleichen Abend - also ca. 12 Stunden später hatte er einen HB-Wert von 7,8 und am Abend waren nach 12 1/2 Stunden Bluttransfusion rund 300ml Blut übertragen worden. Der Wert war am nächsten Tag (ohne weitere Bluttransfusion) auf HB-11,3 gestiegen, also schon fast normal.
Und die Folgen der Erkrankung?
Glücklicherweise keine Folgen!
Bedenken bestanden darin, daß das Gehirn mit zuwenig Sauerstoff versorgt wurde und somit einige Gehirnzellen hätten absterben können. Dies war bei unserem Sohn nicht der Fall und wir konnten uns auf ein (wieder) gesundes Kind freuen, welches "nochmal geboren" wurde.
Wahrscheinlich waren keine Gehirnschäden entstanden, da sich der Vital-Zustand * während der ganzen Zeit optimal waren (zumindest waren diese extrem gut bezogen auf seinen schlechten Zustand).
* = also die Funktionen des Herzens, wie Herzschlag, Blutdruck, Puls sowie der Atmung
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